Livestreaming-Plattform und Zielgruppen Vergleich

Livestreamübertragungen liegen im Trend. Dank der sozialen Netzwerke lässt sich eine Videoübertragung in Sekundenschnelle im Netz verbreiten. Dadurch lassen sich nicht nur neue Zielgruppen erschließen, sondern es wird auch die Identifikation mit der Marke gestärkt. 

 

Welche Plattform ist die beste für die Liveübertragung?

Und nach welchen Kriterien sucht man eine geeignete Plattform aus? Wir vergleichen die Vor- und Nachteile der Livestreaming-Portale Facebook, Instagram, YouTube, Twitter Periscope und Livestream Services und beraten, welche Plattform sich am besten für Ihre Zielgruppe eignet.

Facebook Livestream Plattform

Facebook hat als erster Dienst im Dezember 2015 das Livestreaming von Videos auf seiner Plattform angeboten und bietet viele Vorteile. Die große Reichweite von Facebook ist unumstritten. Die Ankündigung über die Veranstaltungsseite oder über die Beitragsfunktion ist leicht zu bedienen. Nach der Live-Übertragung werden die Videos als Videos-on-Demand in der Timeline gespeichert. Praktisch:  Facebook bietet auch die Funktion an, die Zielgruppe seiner Posts differenziert auszuwählen. Dies geht vom Alter über den Wohn- und Aufenthaltsort bis hin zum Beziehungsstatus und akademischen Grad.

Andererseits birgt die große Reichweite von Facebook gleichzeitig auch eine Schwäche: die Konkurrenz schläft nicht! Immer mehr Unternehmen verwenden Facebook für Livestreams und optimieren ihre Strategien. Kleinere Unternehmen haben es daher schwerer, auf der News-Seite ihres Zielpublikums hervorzustechen.  

Außerdem muss man als Unternehmen beachten: Nicht alle Posts kommerzieller Inhalte werden auch wirklich veröffentlicht. Dies wird in Facebooks Sperrregelungen deutlich: “Dein Beitrag verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards”. Unklar ist dabei aber oft für den Ersteller der Posts, welcher Aspekt genau nun gegen die Standards verstößt.

Auch hat Facebook Nachteile hinsichtlich seines Supports. Da es sich um einen kostenlosen Dienst handelt, werden Supportanfragen nicht unmittelbar beantwortet und manchmal bricht der Livestream auch unerwartet ab, ohne dass sich das Problem kurzfristig beheben lässt, da keine Fehlermeldung zum Problem erscheint.

Zudem reduziert der neue Facebook-Algorithmus die organische Reichweite der Posts, also die Anzahl der Personen, auf deren Bildschirm unbezahlte Posts von der eigenen Seite angezeigt werden: Der Nutzer soll nur noch speziell auf ihn zugeschnittene Nachrichten sehen. Die Begründung: Zu viel Content von zu vielen Unternehmen würden den Feed der Facebook-Kunden überschwemmen. Außerdem gehe Facebook mit dem Trend: Wer mehr Reichweite will, soll für Marketing auch zahlen. Ganz nach den Faktoren: Affinity, Weihgt und Decay „Affinity“ bewertet die Interaktion zwischen dem Unternehmen und dem Empfänger (Likes, Messages, etc.).“Weight“ bewertet die Interaktion des Inhalts, also z.B., wie oft er geteilt, geliked und kommentiert wird. Und „Decay“ bewertet den Zeitpunkt des letzten Logins des Nutzers und des Posts. Außerdem kommuniziert Facebook, dass darüber hinaus auch verschiedene kleinere Faktoren wie z.B. die Qualität und das benutzte Gerät, mit dem der Post abgerufen wurde, Einfluss auf seine Ausspielbarkeit hätten. Wie diese genau gemessen werden und wie sich diese letztendlich auswirken, bleibt intransparent. Gerade während des Streams, wenn es auf die ausgespielte Zeit ankommt, können Unternehmen mit sochen ungewissen Faktoren nur schwer planen.

Was also bei Facebook mehr und mehr von Bedeutung ist, ist eine wohlüberlegte, stark zielgruppenorientierte Marketing Strategie. Es bleibt zu berücksichten: Die jüngeren Generationen Y und Z sind heute kaum mehr auf Facebook vertreten. Genau ausgewählte Beiträge, Gewinnspiele und Live Videos mit Untertiteln bieten immer noch größere Chancen auf eine erhöhte Reichweite als ein Ausspielen der Posts in kurzen Intervallen. Bei der Verwendung von Facebook im Unternehmenskontext sollte also zunehmend darauf geachtet werden, dass mehr Budget grundsätzlich eine effektivere Werbung und Reichweite bedeutet, die Faktoren der genauen Ausspielung bleiben aber  trotzdem intransparent.

Twitter Periscope Livestream Plattform

Twitter bietet Unternehmen an, dass sie das Netzwerk nutzen können, um ihre Reichweite zu erhöhen und um neue Kunden anzusprechen. Der Fokus vieler Beiträge liegt auf dem fachlichen Austausch von Informationen und Nachrichten. Twitter hat wie Facebook eine automatische Speicherfunktion für Livestreams, allerdings gilt diese nur für 24 Stunden. Danach ist das Video nicht mehr abrufbar. Ein interessanter Aspekt bei Twitter ist, dass man den Livestream privat oder öffentlich zugänglich machen kann, was die Ansprache einer bestimmten Zielgruppe erleichtert. Darüber hinaus ist die Kommunikationsfunktion während des Livestreams sehr gut ausgebaut: Inzwischen kann man sogar vor dem Livestream aussuchen, welcher Nutzer die Kommentarfunktion nutzen dürfen  und welche nicht.

Ein Problem bei der Nutzung der Twitter-Plattform kann sein, dass die Anzahl der Twitter- Follower für die Periscope-Plattform automatisch übernommen wird. Hat man also schon eine große Community, kann das natürlich ein großer Vorteil sein. Bei einem geringen Bekanntheitsgrad erreicht der Stream eventuell nicht so viele Interessenten.

Instagram Livestream Plattform

Instagram bietet an, Live-Stories zu erstellen und diese zu teilen und zu kommentieren. Gerade bei jüngeren Zielgruppen ist diese Funktion sehr beliebt und wird stark nachgefragt. Als problematisch erweist sich allerdings, dass Instagram im Moment noch keinen offiziellen Weg bietet, eine andere Quelle – außer einem Smartphone – als Input für Livestreams zu nutzen. Für kurzfristige Aktionen, Backgroundstorys und spontane Ankündigungen ist die Livestory-Funktion von Instagram jedoch grundsätzlich geeignet. Auch lässt sich mit einer guten Story, erstklassigem Content und einer Planung des Livestreams eine hohe Interaktionsrate mit den Fans erreichen.

Wie beeinflusst der Instagram-Algorithmus das Posten von Live Streams? Instagrams Algorithmus kreiert einen individuellen Feed für jeden Nutzer, der hauptsächlich aus Bildern und Videos der Seiten besteht, denen der Nutzer folgt. Unterbrochen wird dies nur durch Werbeanzeigen. Dabei muss der Algorithmus inzwischen aber anders arbeiten, als zu der Zeit, als man nur 30 Leuten gefolgt ist. Gerade durch die zuwachsende Popularität auf Instagram und dem Folgen von vielen hundert bis tausend Accounts, filtert auch Instagram immer stärker, was dem User angezeigt wird und was nicht. Priorisiert werden je nach Interesse und Interaktion die Inhalte, die mehr als reine „Like-for-likes“ sind. Es gilt also dieselbe Devise wie bei Facebook: Mehr Arbeit, mehr Geld und mehr Qualität bedeuten ein höheres Durchdringen mit einem Posting.

YouTube Livestream Plattform

YouTube bietet den Vorteil, dass man keine Anmeldung benötigt, um einem Livestream zu folgen. Gleichzeitig dient das Netzwerk auch als eine Art Suchmaschine, weswegen man hier eine größere Chance als bei den anderen Netzwerken hat, unter bestimmten Keywords gefunden zu werden. Der Fokus von YouTube liegt auf der Veröffentlichung von Videos und eignet sich von daher auch als Mediathek von Videos-on-Demand. Die Livestream-Funktion überzeugt durch die Möglichkeit, 360 Grad Livestream-Videos zu erstellen, durch eine hohe Interaktionsraten und eine professionelle Bedienung.

Allerdings ist es, wie auch bei den anderen “Gratis-Livestreams” so, dass Supportanfragen nicht unmittelbar beantwortet werden und die Qualität der Videos nicht konstant bereitgestellt werden kann. Des Weiteren wird fremde Werbung eingeblendet, was vielleicht nicht immer im Sinne des Video-Eigentümers ist.

YouTube’s Algorithmus zielt außerdem auch mehr auf „treue“ Follower und benachrichtigt nur aktive Follower über neue Videos oder Live Streams. Daraus folgt: Live Streams machen wenig Sinn, wenn das Unternehmen entweder wenige Follower auf YouTube hat oder viele hat, die aber nicht aktiv sind. In beiden Fällen dürfte auch die Zuschauerzahl für den Livestream eher begrenzt ausfallen.

Die Livestream.Services Plattform

Hinsichtlich der Zusatzfeatures bietet Livestream.Services deutlich mehr als herkömmliche sozialen Netzwerke. Zusätzlich zu dem Live-Video kann man einem Chat integrieren oder Umfragen und Abstimmungen, einen separaten Zugang mit Passwortschutz und individuell anpassbare Symbole und Player.

Im Gegensatz zu Facebook & Co bietet Livestream .Services einen umfassenden Support an: Nicht nur bei der Planung, Konzeption und jeglicher Art von Fragen steht das Team bereit, auch bei der Durchführung und Nachbereitung, z.B. in Form einer individuell programmierten Mediathek oder der integrierten Bereitstellung von Videos-on-Demand.

Gerade für Webinare und Live-Coachings, Seminare und Workshops eignet sich der Livestream über die Livestream.Services Plattform, zumal hochwertige Technik verwendet wird und Social-Media Tools, Einspielfilme und Präsentationsfolien integriert werden können. Dabei besticht nicht nur die Qualität von Ton und Bild, sondern es wird auch durch eine professionelle Serverinfrastruktur gewährleistet, dass die Übertragung des Livestreams konstant und fehlerfrei ist. Das Streaming ist so auf jedem Endgerät weltweit möglich.

Die Leistung hat natürlich einen Preis, aber keinen hohen: Der Livestream.Service-Dienst ist zwar nicht kostenlos, dafür aber werbefrei und stark vom Service getrieben. Videos können je nach Nutzungsart auch in Social Networks geteilt werden. Auch ein Social Media Button kann in die Videos integriert werden, sodass die Reichweite auch darüber erhöht werden kann.

Fazit: Livestream Plattformen im Vergleich

Alle Plattformen bieten die Bereitstellung eines Livestreams an: Innerhalb des Videos kann in einem Chat kommentiert werden, außerdem kann man mit einer Like-Funktion seine Unterstützung und seinen Enthusiasmus für das gepostete Thema zeigen. Livestream.Services bietet sogar noch darüber hinausgehende Kommunikationstools für Umfrage, Webinar oder Chat mit an.

Hinsichtlich Qualität, Support, Zuverlässigkeit und Transparenz ist Livestream.Services der klare Gewinner. Ein Nachteil: Das Video erreicht nicht automatisch eine große Follower Community in den Social-Media Netzwerken, sondern wird an eine bestimmte Zielgruppe kommuniziert.  Je nach Anforderungen an den Livestream hinsichtlich Professionalität, Absicherung und Planung gibt es hier Preisunterschiede.

Facebook geht bei dem Vergleich der kostenlosen Livestreaming-Plattformen als Sieger hervor, wenn man den Fokus auf eine schnelle Umsetzung und eine hohe Reichweite legt, auch wenn dieser Aspekt dank des neuen Algorithmus inzwischen mit Vorsicht zu genießen ist. Hier ist eine strategische Vorgehensweise die Devise, sofern die Zielgruppe auf Facebook zu finden ist.

Twitter lohnt sich für Livestreams vor allem bei Unternehmen, die schon eine sehr große Community haben und ihre Zielgruppe schnell und zielgerichtet ansprechen wollen.

Instagram ist bekannt für schnelle Updates, kurze Beiträge und eine junge Zielgruppe. Der Fokus liegt hier im Moment noch auf einer spontanen Livestream-Funktion.

Möchte man eine langanhaltende Wirkung der Videos erzielen, lohnt sich ein Upload auf YouTube oder auf eine eigene Mediathek.

Sollten Sie Fragen zum Livestreaming haben und sich überlegen, welche Plattform die beste für Ihre Liveübertragung sein könnte, helfen wir Ihnen gerne weiter. Nicht nur bei der Auswahl, auch bei der Konzeption und Umsetzung stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Rufen sie uns am besten gleich an unter: +49 89 41414530. Wir freuen uns auf Sie!